Autorenhonorar

Wir bemühen uns, für unsere Mitglieder die bestmöglichen Konditionen, z. B. bei Verlagen auszuhandeln.

Die besten Sätze, die wir bisher erzielen konnten, erhielten wir vom Lectura-Verlag. Sie sehen folgendermaßen aus:

Der Verlag übernimmt das Buch in sein Programm und erteilt den Auftrag für eine Kleinauflage bei einer Druckerei. Der Autor verpflichtet sich, für eine bestimmte Anzahl Bücher, in der Regel etwa 40 bis 50 Exemplare, Subskribenten zu werben oder sie selbst zum Unverbindlichen Verkaufspreis abzunehmen.

Er kann beim Verlag weitere Bücher für eigene Zwecke bestellen, die ihm mit 80 Prozent Rabatt berechnet werden.

Der Verlag übernimmt die Auslieferung von Bestellungen, die z. B. vom Buchhandel kommen. Vom Nettoerlös (Verkaufspreis abzüglich Rabatt und Versandkosten) erhält der Autor 70 Prozent.

Bei anderen Verlagen, bei denen sich der Autor nicht zur Abnahme einer Mindestzahl Bücher verpflichtet, konnten wir bisher maximal 20 Prozent Autorenhonorar durchsetzen, in der Regel liegen die Sätze bei null, fünf oder 10 Prozent vom Verkaufspreis, bei anderen wiederum vom Nettoerlös. Die Sätze hängen sehr von der Größe des Verlags, des erwarteten Absatzes, nicht zuletzt vom Namen des Autors ab. Literarische Neulinge dürfen froh sein, überhaupt einen Verlag zu finden, oft ist wird die Frage nach "Honorar" fast als unsittlich betrachtet!


Druckkostenzuschüsse
Heute nimmt - selbst bei namhaftesten Verlagen - der "Druckkostenzuschuß" immer mehr überhand. Wir kennen einen Fall, in dem ein Wissenschaftler mit DM 60.000 von einem namhaften Verlag zur Kasse gebeten wurde. Honorar erhielt er versprochen, ausbezahlt nie, da dies an den Verkauf einer bestimmten Anzahl Bücher gebunden war!

Es gibt eine Reihe von Verlagen, die dafür bekannt sind, alles zu veröffentlichen, wenn der Autor einen Druckkostenzuschuß zahlt. An sich wäre dagegen nichts einzuwenden, wenn alles mit rechten Dingen zugeht. Durch einen Drucker wissen wir, daß von einem derartigen Verlag zwar der volle Zuschuß für z. B. einige tausend Bücher verlangt wurde, diese aber nicht gedruckt werden, sondern immer nur in Kleinauflagen von 150 oder 200 Exemplaren.

So kommen leicht fünfstellige Summen zustande, die der Autor aufbringen soll. Wir haben uns bemüht, andere Wege zu finden. Vor allem sind wir der Meinung, daß durch den Druck in Kleinauflage - selbst wenn der Autor die Kosten des Drucks übernehmen sollte - keine exorbitanten Zahlungen notwendig sind. Je nach Umfang und Ausstattung des Buches liegen die Kosten pro Buch zwischen 5 DM bei kleineren Büchlein und maximal 8 bis 10 DM bei Werken mit mehreren hundert Seiten.

Mit dem Verkauf der ersten Auflage ist in der Regel so viel Geld vorhanden, daß davon die nächste Auflage finanziert werden kann und zusätzlich noch etwas für den Autor übrigbleibt!